Hypoxisch-ischämische ZNS-Verletzung, Dezerebrationssteifigkeit

Patient: weiblich, 2,8 Jahre alt

Date: Dezember 2021

Eine hypoxisch-ischämische Schädigung des ZNS ist eine schwere Hirnschädigung, die durch Sauerstoffmangel verursacht wird. In diesem Fallbericht teilen wir die einzigartige Geschichte der 13-jährigen Sofiia, die sich dank der Anwendung von Nabelschnurblut ihrer neugeborenen Schwester von einer schweren hypoxischen Hirnschädigung erholen konnte.

Wichtigste Details des Fallberichts:

  • Patientin: Sofiia, 2 Jahre alt (zum Zeitpunkt des Unfalls), Region Chmelnyzkyj, Ukraine.
  • Diagnose: Schwere hypoxisch-ischämische Schädigung des ZNS, Krampfanfälle, persistierende Spastik (Ganzkörperhypertonus), Sondenernährung.
  • Ursache: Asphyxie (Ertrinken, verblieb über 30 Minuten unter Wasser).
  • Behandlungsmethode: Allogene Applikation von Stammzellen aus Nabelschnurblut (von der leiblichen Schwester).
  • Anzahl der Anwendungen: 2 Infusionen im Abstand von 1 Jahr + komplexe Rehabilitation.
  • Ergebnis: Sistieren (Verschwinden) der Krampfanfälle und signifikante Verbesserung des neurologischen Status, Wiederherstellung des Schluckreflexes, schrittweise Rückkehr grundlegender Alltagsfertigkeiten, selbstständiges Gehen, soziale Integration (Schulbesuch an einer Regelschule).
Дівчина, яку врятували стовбурові клітини пуповинної крові, разом з батьком. Щаслива

Успішне лікування гіпоксично-ішемічного ураження ЦНС стовбуровими клітинами: кейс Софії

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Patientengeschichte: Der tragische Unfall und der kritische Zustand

Im Jahr 2009 brach die damals 3-jährige Sofiia aus der Region Chmelnyzkyj bei einem Unfall im Eis ein. Das Kind befand sich über 30 Minuten lang im Zustand des klinischen Todes (Apnoe/Atemstillstand).

Nach einer langwierigen Reanimation und intensivmedizinischen Beatmung erwachte das Mädchen aus dem Koma, ihr Zustand blieb jedoch äußerst kritisch. Die konventionelle medikamentöse Therapie während des sechsmonatigen Aufenthalts auf der Intensivstation brachte keinerlei Besserung.

Klinisches Bild vor Beginn der Stammzelltherapie:

  • Vollständiges Fehlen willkürlicher Bewegungen (bettlägeriges Kind, vegetativer Zustand / apallisches Syndrom).
  • Persistierende Spastik (Rigidität) der Muskulatur der oberen und unteren Extremitäten.
  • Unkontrollierte Krampfanfälle, die auf eine standardmäßige antikonvulsive Therapie nicht ansprachen (therapieresistente Epilepsie).
  • Dysphagie (Schluckstörung) – die Ernährung erfolgte ausschließlich über eine Nasogastralsonde.

Behandlungsprotokoll und Phasen der Regeneration

Die Behandlung war multidisziplinär aufgebaut und kombinierte die Zelltherapie mit einer intensiven Physiotherapie.

Chronologie der Therapie:

  • Erste Applikation: Transplantation von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut der Schwester. Erste positive Veränderungen zeigten sich bereits nach wenigen Wochen: Das neurologische Defizit verringerte sich und die Krampfanfälle hörten vollständig auf.
  • Zwei Monate nach der ersten Infusion: Das Mädchen konnte zum ersten Mal wieder selbstständig Nahrung schlucken, was einen schrittweisen Verzicht auf die Magensonde ermöglichte.
  • Zweite Applikation: Durchgeführt nach 1 Jahr zur Festigung und Verstärkung des regenerativen Effekts.
  • Rehabilitation: Kontinuierliche Kurse für Kinesiotherapie und Neurorehabilitation begleitend zur Stammzelltherapie, welche als Hauptkatalysator für die Geweberegeneration im Gehirn wirkte.

Langzeitergebnis der Behandlung (Katamnese nach 17 Jahren)

Heute ist Sofiia eine 19-jährige junge Frau. Sie lebt und studiert in Großbritannien und bereitet sich auf den Eintritt ins College vor. Obwohl sie noch immer leichte neurologische und motorische Defizite als Folge des Unfalls aufweist, geht und spricht sie selbstständig und ist erfolgreich in das alltägliche Leben integriert.

Der kritische neurologische Zustand, der zuvor als unheilbar galt und auf keine Standardtherapie ansprach, konnte dank des regenerativen Potenzials der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut grundlegend verbessert werden.

Die vollständige Geschichte von Sofiia lesen

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Stammzelltherapie bei Hirnschädigungen

Kann Nabelschnurblut oder können mesenchymale Stammzellen (MSC) aus der Nabelschnur von Geschwistern zur Behandlung der hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie (HIE) verwendet werden?

Ja. Eine allogene Transplantation unter Verwendung von Nabelschnurblut eines leiblichen Geschwisterkindes weist eine hohe immunologische Kompatibilität auf und wird in der regenerativen Medizin erfolgreich zur Therapie neurologischer Störungen eingesetzt.

Wie helfen Stammzellen bei einer hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie (HIE)?

Stammzellen migrieren gezielt in die geschädigten Areale des Gehirns. Dort sezernieren sie neurotrophe Faktoren, dämmen chronische Entzündungsprozesse ein, stimulieren die Angiogenese (Bildung neuer Blutgefäße) und aktivieren die Neuroplastizität zur Regeneration des geschädigten Gewebes.

Was kann ich tun, wenn ich kein eigenes Stammzelldepot in einer Biobank eingelagert habe?

Wenn Sie kein eigenes Stammzelldepot besitzen, wenden Sie sich gerne für eine Beratung an uns. Nach einer umfassenden medizinischen Bewertung des Zustands des Patienten und der individuellen Parameter können unsere Spezialisten ein optimales Behandlungsprotokoll unter Verwendung von Spender-Stammzellen erstellen.

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