Wie Nabelschnurblut einem Kind half, aus dem Koma zu erwachen

Date: Februar 2026

Diese außergewöhnliche Geschichte ereignete sich im Jahr 2009. Die kleine Sofia aus der Region Chmelnyzkyj wurde die erste Patientin, für die Hemafund Nabelschnurblut sammelte und therapeutisch einsetzte.

Im Februar 2009 erlitt das zweieinhalbjährige Mädchen einen schweren Unfall — sie fiel durch das Eis und atmete über 30 Minuten lang nicht. Die Folgen waren katastrophal: tiefes Koma, künstliche Beatmung, anhaltende Krampfanfälle, vollständiges Ausbleiben von Reaktionen. Ein kritischer Zustand mit nahezu keiner positiven Dynamik trotz intensiver Therapie.

Diagnose:
Hypoxisch-ischämische Schädigung des zentralen Nervensystems — eine der schwersten Erkrankungen in der pädiatrischen Neurologie. Die klassische Medizin ist hier oft machtlos: Neuronen sterben ab, eine Entzündungskaskade wird ausgelöst, Krampfanfälle treten auf, die zellulären Energiereserven erschöpfen sich.

Eine Entscheidung als Wendepunkt

Die Familie suchte selbstverständlich nach verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, um das Kind ins Leben zurückzuholen. Nichts zeigte Wirkung.

Zu dieser Zeit war Sofias Mutter, Nadiia, mit ihrem zweiten Kind schwanger. Der Großvater des Mädchens, selbst Arzt, schlug vor, die Einlagerung von Nabelschnurblut als mögliche Therapieoption in Betracht zu ziehen. Zunächst reagierte die Familie skeptisch, doch die Mutter entschied sich, Informationen einzuholen und kontaktierte Hemafund.

Die Ereignisse entwickelten sich rasch. Bereits am nächsten Tag begannen die Wehen — das Kind kam zu früh zur Welt. Das Team von Hemafund reagierte sofort: Ein Fahrer brachte das Entnahmeset rechtzeitig ins Städtische Perinatalzentrum Chmelnyzkyj. Die Geburt befand sich bereits in der Endphase.

Trotzdem gelang es der Ärztin — die zuvor noch nie Nabelschnurblut entnommen hatte — das Material erfolgreich zu gewinnen, da sie die Bedeutung der Situation verstand.

Die Probe wurde umgehend in den biotechnologischen Komplex von Hemafund transportiert, wo die Stammzellen isoliert, vollständig untersucht und kryokonserviert wurden. Das verbleibende Plasma wurde den Eltern übergeben.

Bemerkenswert war, dass beide Mädchen dieselbe Blutgruppe hatten — 0 Rh negativ.

Erste Anwendung: Entscheidende Veränderungen

Nach Angaben der Familie zeigte das Kind bereits nach der Plasma-Infusion erste Reaktionen. Im September 2009 erhielt Sofia in Donezk die erste Gabe von Nabelschnurblut-Stammzellen.

Die Veränderungen traten schneller ein als erwartet:

  • vollständiges Verschwinden der Krampfanfälle;

  • Reduktion des Muskeltonus;

  • erste Reaktionen auf äußere Reize;

  • Wiederaufnahme grundlegender Körperfunktionen.

Zwei Monate später konnte Sofia erstmals wieder selbstständig schlucken — ein wichtiger Marker für die Funktion des zentralen Nervensystems. Schrittweise erwachte sie aus dem Koma, lernte wieder selbstständig zu atmen, zu essen und später zu gehen.

Ein Jahr später, 2010, erhielt sie eine zweite Gabe aus derselben Nabelschnurblut-Einheit.

Ein langer Rehabilitationsweg — und ein kaum zu glaubendes Ergebnis

In den folgenden Jahren arbeitete die Familie intensiv mit Rehabilitationsspezialisten, Logopäden und Neuropsychologen. Die grundlegende Wende stand jedoch im Zusammenhang mit der Zelltherapie, die dem Körper die Chance zur Regeneration gab.

Einige sprachliche und motorische Einschränkungen blieben, doch kognitiv holte Sofia ihre Altersgenossen schnell ein. Sie besucht die Schule, pflegt Freundschaften und entwickelt sich altersgerecht mit einem aktiven sozialen Leben.

Obwohl nur eine geringe Menge Nabelschnurblut gesammelt wurde, reichte die Wirkung der Stammzellen und ihrer aktiven Faktoren aus, um das körpereigene Regenerationspotenzial zu aktivieren.

Wie wirkte es?

Das junge Alter war ein Vorteil. Die hohe Neuroplastizität des kindlichen Gehirns führte zur Produktion neurotropher Faktoren. Der Körper begann:

  • neue neuronale Verbindungen zu bilden;

  • geschädigte Signalwege „neu zu organisieren“;

  • betroffene Areale funktionell zu umgehen.

Zusätzlich wirkten die Stammzellen:

  • entzündungshemmend im Gehirn und reduzierten die Krampfaktivität;

  • immunmodulierend und verringerten neuroinflammatorische Prozesse;

  • sie schufen ein regenerationsförderndes Umfeld.

Kapillarneubildung, verbesserter Gewebestoffwechsel und die Aktivierung „schlafender“ Nervenbahnen unterstützten die weitere Erholung.

Was zeigt diese Geschichte?

  • Nabelschnurblut kann ein wirksamer Bestandteil einer umfassenden Therapie schwerer neurologischer Erkrankungen sein.

  • Es kann nur einmal im Leben gesammelt werden — am Tag der Geburt. Diese Entscheidung treffen die Eltern.

  • Schnelles Handeln und korrekte Logistik sind entscheidend für die Qualität des Materials.

  • Das Leben ist unvorhersehbar. Ein persönliches Stammzell-Depot kann zusätzliche Sicherheit für die Zukunft bieten.

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